Verteilung von Firmenanteilen über Staatsfonds oder Direktaktien soll Ängste vor KI bedingter Massenarbeitslosigkeit lindern

US Präsident Donald Trump hat seine Absicht bekräftigt, den massiven Reichtum, der durch Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz generiert wird, an die gesamte amerikanische Bevölkerung zu verteilen. Angesichts wachsender Sorgen über großflächige Arbeitsplatzverluste und gesellschaftliche Verwerfungen infolge der rasanten technologischen Entwicklung wird dieser Schritt als strategischer Versuch gewertet, die enormen Gewinne der Tech-Konzerne an die breite Bevölkerung weiterzugeben, sozialen Unmut zu dämpfen und die eigenen Umfragewerte zu stärken.
Wie aus einer Zusammenstellung von Berichten führender Medien wie der Nachrichtenagentur Reuters vom 10. hervorgeht, erklärte Präsident Trump vor Journalisten im Oval Office des Weißen Hauses, dass er zeitnah konkrete Modelle zur Gewinnbeteiligung mit den Spitzenvertretern der KI-Branche erörtern werde.
“Wir planen für die nahe Zukunft ein Treffen mit 12 bis 15 der führenden Vorstandsvorsitzenden”, so Trump. “Wir sprechen darüber, der Öffentlichkeit etwas zurückzugeben. Wenn wir das tun, wird die Bevölkerung sehr wohlhabend werden.” Er fügte hinzu: “Ich glaube fest daran, dass sie kooperieren werden. Ein solcher Schritt wird auf breite Unterstützung in der Bevölkerung stoßen.”
Die Äußerungen des Präsidenten werden in Fachkreisen so interpretiert, dass die US Regierung ein Modell anstrebt, bei dem der Staat Anteile an KI-Unternehmen erwirbt, um diese anschließend an die Bürger weiterzureichen. Bereits am 5. des Monats hatte Trump entsprechende Pläne angedeutet, Unternehmensanteile zu sichern und der Allgemeinheit zugänglich zu machen.
Hintergrund dieser Initiative ist die zunehmend kritische Stimmung in den USA gegenüber dem ungebremsten Wachstum der KI Technologie. Laut einer Reuters-Umfrage vom 8. dieses Monats befürchtet die Hälfte aller Amerikaner, den eigenen Arbeitsplatz durch den Vormarsch der KI zu verlieren. Zudem bewerteten in einer Umfrage der Quinnipiac University im März 55 % der Befragten die künstliche Intelligenz als eine “schädliche Bedrohung”.
Um drohendem regulatorischem Druck durch die Regierung zuvorzukommen, haben führende Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley bereits von sich aus Pläne zur freiwilligen Vermögensumverteilung ins Spiel gebracht. So schlugen die KI Entwickler OpenAI und Anthropic die Einrichtung eines öffentlichen Fonds vor, um die sozialen Folgen potenzieller Massenentlassungen abzufedern.
Derzeit wird in Regierungskreisen debattiert, ob die Ausschüttung von Dividenden über einen nationalen Staatsfonds erfolgen soll oder ob Aktien direkt über das sogenannte “Trump Konto” ausgegeben werden, das im Zuge des Steuerreformgesetzes im vergangenen Jahr eingerichtet wurde.