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US Aktien fallen aufgrund der Eskalation des Iran Konflikts

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Dow, S&P 500 und Nasdaq geben nach, während Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe treiben

Am New Yorker Aktienmarkt herrschte am 10. spürbare Nervosität. Wachsende Sorgen über eine unberechenbare Wendung im Iran Konflikt lösten auf breiter Front Verkäufe aus.
Dabei sah es kurz zuvor noch nach Annäherungen bei einem Waffenstillstand aus, doch dieser Faden riss abrupt ab, als Washington und Teheran zu einer aggressiven Rhetorik zurückkehrten. Gleichzeitig reagierten die Energiemärkte prompt mit steigenden Ölpreisen.

An der Wall Street verbuchten die drei Leitindizes durchweg deutliche Verluste. Der Dow Jones Industrial Average sackte um 1,9 % ab, während der S&P 500 ein Minus von 1,6 % verzeichnete und der Nasdaq Composite um 2 % nachgab.

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit härteren Schlägen, was einen Kurssturz an der Wall Street auslöste. © The White House / Molly Riley

Auslöser für den Kurssturz waren deutliche Worte aus dem Weißen Haus. US Präsident Donald Trump betonte dort: “Wir haben den Iran gestern hart getroffen, und wir werden sie heute noch härter treffen.” Dies machte unmissverständlich klar, dass die USA nach dem iranischen Beschuss eines amerikanischen Militärhubschraubers am 8. des Monats auf Vergeltungskurs bleiben.

Teheran ließ die Drohung nicht unbeantwortet. Irans Präsident Masud Peseschkian konterte entschlossen: “Wir werden jedem Druck oder jeder Drohung auf der Grundlage nationaler Einheit und Solidarität entschieden entgegentreten.” Der US Sender CNBC fasste die Marktreaktion kurz zusammen: Nach Trumps Statement krachte der Dow Jones um über 600 Punkte nach unten.

Marktbeobachter warnen nun vor einer neuen, unkontrollierbaren Phase der Konfrontation. Das Risiko fataler Fehlkalkulationen zwischen beiden Parteien, die eigentlich kurz vor einem Deal standen, ist massiv gestiegen.

Das Wall Street Journal kommentierte die Lage treffend: Es bestehe die akute Gefahr, dass beide Seiten ungewollt rote Linien überschreiten und so eine unaufhaltsame Eskalationsspirale in Gang setzen.

Am Ölmarkt trieb diese Unsicherheit die Notierungen nach oben. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,80 % und schloss bei 93,10 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 2,07 % auf einen Schlussstand von 90,03 US-Dollar.

Die Sorge vor den realwirtschaftlichen Folgen, insbesondere mit Blick auf eine mögliche Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus, hinterließ auch am US-Anleihemarkt Spuren. Parallel dazu legte das US-Arbeitsministerium frische Inflationsdaten vor: Der Verbraucherpreisindex (VPI) kletterte im Jahresvergleich um 4,2 %, was den kräftigsten Teuerungsschub seit April 2023 markiert. Die Kernrate, bei der die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise außen vor bleiben, stieg im Jahresvergleich um 2,9 % und im Monatsvergleich um 0,2 % – beide Werte blieben damit leicht hinter den Befürchtungen zurück.

Anleger reagierten hierauf halbwegs erleichtert. Laut einem Bericht des Wall Street Journal lag der Inflationsbericht weitgehend im Rahmen der Erwartungen, weshalb die Marktteilnehmer vorerst keinen akuten Druck auf die Federal Reserve für weitere Zinsschritte sehen.

Bei den Renditen der US Staatsanleihen zeigte sich eine geteilte Reaktion: Die zinsstsensitive zweijährige Anleihe legte minimal um 0,01 Prozentpunkte auf 4,13 % zu, während die Rendite der zehnjährigen Benchmark Anleihe deutlicher um 0,1 Prozentpunkte auf 4,54 % anzog.

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